Bei der Christianisierung Pommerns 1124/25 und 1128 und auch in der Mission in anderen Regionen hat Otto sechs Bereiche priorisiert, durch die er dem Land eine bleibende christliche Struktur geben wollte:
1. Geistliche Zentren,
2. Musik und Kultur,
3. Landwirtschaft,
4. Heilkunde,
5. Pädagogik sowie
6. Städtebau.
Unserem Pommernapostel Bischof Otto von Bamberg hat in seiner Verkündigung die großen christlichen Feste wie Weihnachten, Ostern, den Sonntag und Pfingsten verkündet. Wenn sich die Menschen für die Taufe geöffnet haben, verlangte er drei Dinge: 1. die Abkehr von den Götzen, 2. die Achtung vor dem menschlichen Leben, damals besonders dem der neugeborenen Mädchen und 3. die Entscheidung, dass ein Mann mit einer Frau zusammenlebt. Dann ist es ihm auch sehr wichtig gewesen, dass nach der Taufe das christliche Bekenntnis sich im täglichen Leben – an den Festtagen und im Alltag – vollzieht und durchsetzt.
Es scheint, dass erst durch die 5 großen Solis des 16., 17. und 18. Jahrhunderts mit
„Solus Christus“ (Allein Christus),
„Sola Gratia“ (Allein die Gnade),
„Sola Fide“ (Allein der Glaube),
„Sola Scriptura“ (Allein die Schrift – die gesamte Bibel: Altes und Neues Testament) und nicht zuletzt
„Soli Deo Gloria“ (Allein zur Ehre Gottes), wie es J.S. BACH immer wieder in den Blick genommen hat.
gelungen ist, dieses Anliegen umzusetzen. So kann Ottos Ansatz umfassend fundiert worden sein und auch heute für uns darstellbar sein.